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Verordnung (EU) 2023/1115 · KMU-Frist: 30. Juni 2027
WaldNachweis

EUDR Low-Risk-Länder: Vollständige Liste (DVO (EU) 2025/1093)

Kurz-Antwort

Der Anhang der Durchführungsverordnung (EU) 2025/1093 listet genau 140 Länder als Low-Risk — darunter die USA, Kanada, China, Indien, Vietnam und alle EU-Mitgliedstaaten. Low-Risk bedeutet: vereinfachte Sorgfaltspflicht, aber keine Befreiung von der DDS-Pflicht. Vier Länder sind als High-Risk eingestuft (Belarus, Nordkorea, Myanmar, Russland). Alle übrigen Länder — darunter Brasilien, Indonesien und Côte d’Ivoire — gelten nach Art. 1 Satz 2 als Standard-Risk.

Low-Risk-Länder nach EU 2025/1093: Was das bedeutet

Der EU-Länder-Benchmark (Durchführungsverordnung EU 2025/1093) klassifiziert alle Länder weltweit nach ihrem Entwaldungsrisiko. Low-Risk-Länder haben nachweislich geringe Entwaldungsraten, gut funktionierende Forstgesetzgebung und starke Kontrollstrukturen.

Für Importe aus Low-Risk-Ländern erlaubt EUDR Art. 13 vereinfachte Sorgfaltspflichten: Der Umfang der Risikobewertungs-Dokumentation ist geringer. Die Koordinatenpflicht (GPS-Daten der Anbaufläche) und die DDS-Einreichungspflicht in TRACES NT gelten aber unverändert.

Vereinfachte Sorgfaltspflichten bedeuten konkret: Weniger Nachweise über Risikominderungsmaßnahmen erforderlich, keine Pflicht zur Einholung von Drittparteien-Audits, kürzere Risikobewertungs-Dokumentation in der DDS.

Low-Risk-Länder: Wichtige Handelspartner im Überblick

Der Anhang der Durchführungsverordnung (EU) 2025/1093 listet 140 Länder als Low-Risk und vier als High-Risk. Entscheidend ist die Auffangregel in Artikel 1: „A standard level shall be maintained for all countries not listed in the Annex." Wer also nicht im Anhang steht, ist Standard-Risk — es gibt keine stillschweigende Low-Risk-Einstufung.

USA und Kanada: Low-Risk — wichtig für Holzpellets, Papierholz und Soja. Kanada hat den weltweit größten FSC-zertifizierten Waldbestand; der Low-Risk-Status überrascht nicht.

Weitere für DACH-Importeure relevante Low-Risk-Länder: China, Indien, Vietnam und Thailand (Kautschuk, Holz, Papier), Costa Rica und Chile (Spezialitätenkaffee, Holz), Ghana (Kakao), Kenia (Kaffee), Laos und Papua-Neuguinea (Holz), Südafrika sowie sämtliche EU-Mitgliedstaaten.

Häufiger Irrtum — diese Länder sind NICHT Low-Risk: Brasilien, Peru, Kolumbien, Ecuador, Guatemala, Indonesien, Malaysia, Côte d’Ivoire und Äthiopien stehen nicht im Anhang und gelten damit als Standard-Risk. Gerade bei Brasilien — dem bedeutendsten Lieferanten für Soja, Rindsleder und Kaffee — wird das oft falsch angenommen. Für Importe von dort gilt die volle Sorgfaltspflicht, nicht die vereinfachte.

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Häufige Fragen

Was bedeutet Low-Risk für den EUDR-Prozess?
Low-Risk-Länder haben eine vereinfachte Sorgfaltspflicht (Art. 13 EUDR). Koordinaten müssen trotzdem erhoben werden, aber die Risikobewertung ist weniger aufwendig.
Ist Brasilien Low-Risk?
Nein. Brasilien steht nicht im Anhang der DVO (EU) 2025/1093 und ist damit Standard-Risk (Art. 1 Satz 2) — für Kaffee, Soja und Rinder gleichermaßen. Das wird oft falsch angenommen; für Importe aus Brasilien gilt die volle Sorgfaltspflicht.
Sind alle EU-Länder Low-Risk?
Ja. Alle EU-Mitgliedstaaten sind im Anhang als Low-Risk gelistet. Für Waren die vollständig innerhalb der EU produziert werden gelten die vereinfachten Sorgfaltspflichten.
Kann sich der Low-Risk-Status eines Landes ändern?
Ja. Die EU-Kommission kann den Benchmark durch neue Durchführungsverordnungen anpassen. Abonnieren Sie den EUDR-Aktuell-Newsletter um auf dem Laufenden zu bleiben.
Welche wichtigen Länder fehlen in der Low-Risk-Liste?
Nicht gelistet und damit Standard-Risk sind u. a. Brasilien, Peru, Kolumbien, Ecuador, Guatemala (Kaffee, Soja, Rinder), Äthiopien (Kaffee), Côte d'Ivoire (Kakao), Indonesien und Malaysia (Palmöl, Kautschuk).

Hinweis zur Einordnung dieses Ergebnisses

WaldNachweis berechnet auf Basis Ihrer Angaben gemaess Verordnung (EU) 2023/1115 (EUDR). Das Ergebnis ist eine strukturierte Berechnungsgrundlage - kein Rechtsgutachten, keine Rechtsberatung im Sinne des RDG. Die finale rechtliche Bewertung obliegt Ihnen und Ihrem Rechtsberater. Der Anbieter uebernimmt keine Haftung fuer Entscheidungen auf Basis dieses Ergebnisses.